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Die Rose, die Lilie...

Ensemble RESONEZ

Blumenbilder und Klangpoesie des Mittelalters

Lange vor den genialen Liedkompositionen eines Robert Schumann waren Blumen in der Dichtung Sinnbild für inbrünstige Hingabe, Reinheit, Sehnsucht und spriessende Gefühle. Rose und Lilie stehen im Mittelalter für Liebe und Erhöhung, für Maria und die geistige Fruchtbarkeit, für Frühling und Neubeginn.

Mit seinem Programm „Die Rose, die Lilie…“ entführt das Ensemble RESONEZ in die zauberhafte Welt mittelalterlicher Lyrik – und in ein Klanguniversum von überraschender Raffinesse, poetischer Mehrdeutigkeit und sinnlicher Farbigkeit.

Ensemble RESONEZ

Ensemble RESONEZ

Im Zentrum stehen Motetten und Lieder des 12. bis 14. Jahrhunderts, darunter Werke aus dem Umfeld der Pariser Notre-Dame-Schule wie Candida virginitas/Flos filius, aquitanische und englische Conductus (Stirps Iesse, Flos ut rosa floruit), ein Trouvère-Gesang des Châtelain de Coucy sowie italienische Trecento-Klänge, etwa die Ballata Ecco la primavera von Francesco Landini. Den glanzvollen Abschluss bildet die Motette Ex illustri aus dem Codex Las Huelgas.

Das Programm verbindet Stimme, mittelalterliche Fidel und Organetto zu einem lebendigen, farbenreichen Klangbild. Wechsel zwischen einstimmigem Gesang, kunstvoller Mehrstimmigkeit und instrumentalen Interludien – etwa aus dem Codex Faenza – lassen verschiedene musikalische Perspektiven hörbar werden. Kurze poetische Texte aus dem Rosarius, einer Art Enzyklopädie aus dem 13. Jahrhundert, beschreiben auf bewegende Art die Symbolik der Lilie und der Rose.

So entfaltet sich ein musikalischer Bogen vom geistlichen Lobgesang über höfische Liebeslyrik bis hin zu tänzerischer Frühlingsfreude. Die mittelalterliche Kunst erweist sich dabei als unmittelbar verständlich: fein nuanciert, rhythmisch pulsierend und von berührender Expressivität.

Dauer: ca. 40 Minuten

Ensemble RESONEZ:

Angélique Greuter, Gesang
Cristina Alís Raurich, Organetto
Marie Verstraete, mittelalterliche Fidel